Yamdu vs. TillyBoard im Vergleich

Produktionsmanagement-Plattform mit ausgeprägten Drehplanungs-, Crew- und Abteilungs-Workflows, in europäischem TV und Film verbreitet. Hier steht nebeneinander, was Yamdu und TillyBoard laut eigener Dokumentation können und kosten — mit Quelle und Datum — und für wen sich welches Werkzeug lohnt.

Wofür Yamdu gemacht ist

Produktionsmanagement-Plattform mit ausgeprägten Drehplanungs-, Crew- und Abteilungs-Workflows, in europäischem TV und Film verbreitet.

Yamdu nennt sich Produktionsmanagement-Software für Film und Medien, gedacht für Produktionen vom Spielfilm bis zur Werbung, für Producer und Herstellungsleitung sowie für Filmschulen. Betreiber ist die Seriotec GmbH in München, die Daten liegen in der EU.

Produktionsmanagement-Systeme wollen die eine Wahrheit für die ganze Crew sein. Das funktioniert, solange alle Gewerke tatsächlich darin arbeiten — und kippt, sobald Regie und Kamera parallel eine eigene Tabelle führen. Vor der Auswahl lohnt deshalb die Frage, wer im Team das System täglich öffnet und wer nur ein PDF daraus bekommt.

Yamdu und TillyBoard: Funktionen im Vergleich

Die Tabelle hält nur fest, was beide Anbieter auf ihren eigenen Seiten dokumentieren — „Keine Angabe" heißt, dass wir es dort nicht belegen konnten, nicht, dass es fehlt.

Funktionsvergleich, Stand Oktober 2026
FunktionYamduTillyBoard
ShotlistJa — in allen TarifenJa — Laufzeit je Segment
Storyboard-FramesJa — Bilder je ShotJa — KI-Vorschaubild je Einstellung
KI-generierte BilderNein — KI-Funktionen sind textbasiertJa — 10–400 Bilder/Monat je Tarif
Moodboard / Konzept-BoardKeine AngabeJa — Konzept-Canvas
Drehbuch schreibenKeine AngabeNein — Treatment-Dokument, kein Drehbuch-Editor
Drehbuch-Auflösung (Breakdown)Ja — mit KI-Tagging-VorschlägenNein — Shots entstehen aus Briefing und Konzept
DrehplanJa — Drehplan, DOODJa — Tagesplan mit Tageslicht und Wetter
Callsheet / DispositionJa — verfolgt Bestätigungen und ErinnerungenJa — Crew bestätigt per Link, ohne Konto
BudgetJa — Showbiz-Import und -ExportTeilweise — nur im Enterprise-Tarif
Video-Review & FreigabeTeilweise — Kommentare mit ZeitstempelJa — framegenaue Notizen, Versionen
Mobile AppJa — Begleit-App für iOS und AndroidJa — iPhone, iPad, Apple Watch
Kostenloser TarifNein — stattdessen TestphaseJa — 1 Projekt, 1 GB, ohne Karte

Stand: Oktober 2026. Quelle: yamdu.com · TillyBoard: tillyboard.com

Was kostet Yamdu? Preise im Vergleich

Yamdu weist die Preise für Deutschland ohne Mehrwertsteuer aus; den Rabatt bei jährlicher Zahlung beziffert Yamdu mit 33 %.

TillyBoard rechnet je Workspace ab, nicht je Person: Im Studio-Tarif arbeiten bis zu 25 Mitglieder ohne Aufpreis, Crew und Kunden bestätigen und kommentieren per Link ohne eigenes Konto. Alle TillyBoard-Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.

Preise laut Anbieter, Stand Oktober 2026
Anbieter · TarifPreisUmfang
Yamdu Flex39 €/Monat1 Nutzer (+19 € je weiterem), 1 Projekt (+39 € je weiterem)
Yamdu Studio239 €/Monat oder 179 € bei jährlicher Zahlung10 Nutzer (+9 € je weiterem), unbegrenzte Projekte
Yamdu Signatureauf AnfrageAPI, MCP-Server, SSO
TillyBoard Free0 €1 Projekt, 1 GB, 10 KI-Bilder/Monat
TillyBoard Creator22 €/Monat (19 € bei jährlicher Zahlung)unbegrenzte Projekte, 100 GB
TillyBoard Studio39 €/Monat (35 € bei jährlicher Zahlung)25 Workspace-Mitglieder, unbegrenzte Projekte
TillyBoard Team109 €/Monat (99 € bei jährlicher Zahlung)unbegrenzte Mitglieder, Exporte mit eigenem Branding

Stand: Oktober 2026. Preise ändern sich — maßgeblich ist die Preisseite des Anbieters: yamdu.com/en/pricing

Gibt es Yamdu kostenlos? Free Plan und Testphase

Einen dauerhaften Gratis-Tarif gibt es nicht. Yamdu bietet eine Testphase mit bis zu 3 Nutzern, ohne Zahlungsdaten und ohne automatische Abbuchung; die Dauer ist nicht angegeben. Studierende können einen gesponserten Tarif anfragen.

TillyBoard hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif ohne Kreditkarte: ein eigenes Projekt, 1 GB Speicher, Tilly AI im Standardkontingent und 10 KI-Bilder im Monat. Das reicht, um einen echten Job einmal komplett vom Briefing bis zur Disposition durchzuplanen, bevor man über einen bezahlten Tarif entscheidet.

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Für wen Yamdu die bessere Wahl ist

Ehrlich eingeordnet — hier spricht mehr für Yamdu:

  • Lange Formate — Spielfilm, Serie, Doku —, die Breakdown, Budget, Stundenzettel und DOOD in einem System brauchen
  • Produktionen, die Final-Draft-Drehbücher oder Movie-Magic-Drehpläne importieren und mit Showbiz Budgeting arbeiten
  • Teams, die CO2e-Rechner und Crew-Recruiting neben der Planung wollen

Für wen TillyBoard die bessere Wahl ist

Und hier spricht mehr für TillyBoard:

  • Kurze Jobs und kleine Teams: ein Gratis-Tarif und ein Workspace-Preis statt Gebühren pro Projekt
  • Briefings ohne Drehbuch — Tilly AI macht aus dem Konzept eine Shotlist
  • Visuelle Planung mit KI-Vorschaubild für jede Einstellung und einem Moodboard-Canvas

Wo TillyBoard anders ansetzt

TillyBoard ist auf den Weg vom Briefing zur drehfertigen Planung bei Werbung und Branded Content ausgelegt, nicht auf Gewerke-Verwaltung im Langformat.

Aus einem Briefing entsteht eine drehfertige Planung: Shotlist, Storyboard, Drehplan und Disposition, die miteinander verbunden bleiben. Ändert sich eine Einstellung, ziehen Drehplan, Disposition und Packliste nach.

Yamdu Erfahrungen: worauf es im Alltag ankommt

Keine Sternebewertung, sondern die Punkte, die sich aus Zuschnitt, Preismodell und Dokumentation von Yamdu ergeben und im Produktionsalltag den Unterschied machen:

  • Flex rechnet pro Projekt ab: eines ist enthalten, jedes weitere kostet 39 € — passend für einen Spielfilm, teuer bei vielen kurzen Jobs.
  • Studio wird pro Kopf günstiger, je größer das Team: zehn Nutzer inklusive, 9 € für jeden weiteren.
  • Importe aus Final Draft, Fountain, PDF und Celtx sowie aus Movie-Magic-Drehplänen erleichtern den Einstieg in Yamdu.
  • Die KI von Yamdu ist textbasiert — Tagging-Vorschläge, Synopsen, Fassungsvergleiche — und erzeugt keine Bilder.

Von Yamdu zu TillyBoard wechseln

Einen Direktimport aus Yamdu gibt es in TillyBoard nicht. Der Umstieg läuft über einen Export und einen neuen Plan — am besten zwischen zwei Jobs, nicht mitten in einer Produktion:

  1. Drehplan und Disposition aus Yamdu als PDF exportieren, die Shotlist als CSV oder Excel.
  2. Kostenloses TillyBoard-Konto anlegen (ohne Karte) und den nächsten Job dort starten, statt eine laufende Produktion umzuziehen.
  3. Die Shotlist aus dem Export übertragen oder von Tilly AI aus dem Briefing entwerfen lassen; fürs Abtippen etwa eine Minute pro Einstellung einplanen.
  4. Talents und Locations einmal anlegen, dann die Drehtage per Drag & Drop ordnen.

Häufige Fragen

Ist TillyBoard ein Ersatz für Yamdu?

Das hängt davon ab, wofür du Yamdu einsetzt. TillyBoard ist auf den Weg vom Briefing zur drehfertigen Planung bei Werbung und Branded Content ausgelegt, nicht auf Gewerke-Verwaltung im Langformat.

Was kostet Yamdu?

Yamdu Flex kostet 39 € im Monat für einen Nutzer und ein Projekt; Studio kostet 239 € im Monat oder 179 € bei jährlicher Zahlung für zehn Nutzer — jeweils netto. TillyBoard startet kostenlos; Studio kostet 39 € im Monat für bis zu 25 Mitglieder, zzgl. MwSt.

Gibt es Yamdu kostenlos?

Einen dauerhaften Gratis-Tarif gibt es nicht. Yamdu bietet eine Testphase mit bis zu 3 Nutzern, ohne Zahlungsdaten und ohne automatische Abbuchung; die Dauer ist nicht angegeben. Studierende können einen gesponserten Tarif anfragen.

Kann ich meine Daten aus Yamdu zu TillyBoard mitnehmen?

Nicht per Direktimport. Yamdu exportiert PDF, CSV und Excel; daraus entstehen Shotlist und Drehplan in TillyBoard von Hand oder mit Tilly AI oder ab dem Studio-Tarif über den Claude- bzw.

Ist Yamdu DSGVO-konform?

Yamdu gibt an, die Daten in der EU auf Microsoft Azure zu speichern und DSGVO-konform zu verarbeiten. Im Enterprise-Tarif von TillyBoard liegen die Daten in der EU, die KI läuft über Tilly Terra EU-gehostet und ohne Datenspeicherung.