Wetter-Risiko
Wie viele Ausweichtage braucht dein Außendreh?
Ort, Monat oder Drehtermin und die Zahl der Außendrehtage wählen. Du bekommst die Wahrscheinlichkeit, mindestens einen zu verlieren, die zu erwartenden Ausfalltage und wie viele Ausweichtage den Drehplan absichern.
- Mind. ein Tag betroffen
- 86 %
- Erwartete Ausfalltage
- —
- Ausweichtage einplanen
- —
- Risiko je Tag
- —
- Regentage im Monat
- —
- Sonnenstunden je Tag
- —
- Tageslicht
- —
- Mitteltemperatur
- —
Dein Dreh, 20-mal durchgespielt
Gleiche Zahl Tage in jedem Monat — Monat anklicken
- Risiko mind. ein Ausfalltag
- Sonnenstunden je Tag
| Ausfalltage | Wahrscheinlichkeit | So viele oder weniger |
|---|
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Was das Werkzeug beantwortet
Zwei Fragen entscheiden über einen Außendreh, lange bevor jemand auf die Vorhersage schaut: in welchem Monat gedreht wird und wie viele Ausweichtage ins Budget gehören. Das Werkzeug beantwortet beide aus zehn Jahren täglicher Wetterdaten der Stadt — nicht mit einer Prozentzahl, die du erst deuten musst, sondern mit der Zahl an Ausweichtagen, mit der der Drehplan in 80, 90 oder 95 von 100 Versionen des Drehs hält.
Das Raster spielt deinen Dreh 20-mal mit der Regenhäufigkeit der Stadt durch. So sieht man, wie „70 %“ in der Praxis aussieht: Die meisten Versionen verlieren einen Tag, ein paar zwei, ein paar keinen. Der Streifen darunter zeigt dieselbe Zahl an Tagen in jedem Monat, mit den Sonnenstunden als gestrichelter Linie — hilfreich, solange der Monat noch offen ist.
So rechnen wir
Ein Regentag ist ein Tag mit mindestens 1 mm Niederschlag — darunter hält kaum eine Kamera an. Für jede Stadt zählen wir diese Tage je Monat aus täglichen ERA5-Reanalysedaten der Jahre 2015–2024 und mitteln über die zehn Jahre. Zehn statt der meteorologisch üblichen dreißig Jahre halten die jüngsten Sommer im Bild.
Jeder Außendrehtag gilt dann mit der Wahrscheinlichkeit p = Regentage ÷ Tage im Monat als verloren, multipliziert mit dem Anteil der Regentage, die dich wirklich stoppen. Die Zahl der verlorenen Tage folgt einer Binomialverteilung (Poisson-Binomial, wenn dein Zeitraum über einen Monatswechsel geht). Die Ausweichtage sind die kleinste Zahl k, bei der „k oder weniger Tage verloren“ deine gewählte Sicherheit erreicht.
p = Regentage ÷ Tage im Monat × Anteil, der stoppt P(≥ 1 Tag verloren) = 1 − (1 − p)^n erwartete Ausfälle = n × p Ausweichtage k = kleinstes k mit P(verloren ≤ k) ≥ 80 / 90 / 95 %
Wo das Werkzeug irrt
- Regen kommt in Serien. Das Modell behandelt jeden Tag unabhängig. Echter Regen kommt in Wetterlagen: Die Chance, mindestens einen Tag zu verlieren, liegt etwas niedriger als angezeigt, die Chance, zwei oder drei Tage am Stück zu verlieren, etwas höher. Bei langen Blöcken die Ausweichtage zusammenhängend halten, nicht verteilen.
- 1 mm ist nicht deine Schwelle. Ein Nieseltag zählt wie ein Wolkenbruch. Dafür gibt es den Regler: Wenn die Hälfte der Szenen bei leichtem Regen oder unter Dach funktioniert, auf 50 % stellen.
- Klima ist keine Vorhersage. Das sind Mittelwerte der letzten zehn Jahre. Ab etwa zehn Tagen vor dem Dreh ist der nationale Wetterdienst die bessere Quelle, ab drei Tagen entscheidet die stündliche Vorhersage über die Disposition.
- Ein Gitterpunkt pro Stadt. Die Daten beschreiben die Stadt als Ganzes. Küste, Berge und Täler ein paar Kilometer weiter können deutlich nasser oder trockener sein.
Aus der Kalkulation
Drei Außendrehtage für einen Imagefilm in Hamburg, die Kundin wünscht sich „Sommer“. Der Juli hat im Mittel 15 Regentage: Drei Außendrehtage werden mit 86 % Wahrscheinlichkeit mindestens einmal getroffen, für 90 % Sicherheit braucht es drei Ausweichtage — so viele wie Drehtage. Der September hat 10 Regentage: 70 % Risiko, zwei Ausweichtage. Gleiches Licht fürs Briefing, ein Ausweichtag weniger in der Kalkulation.
Die meisten Szenen funktionieren bei leichtem Regen unter den Dächern am Hafen, also stellt die Producerin den Regler auf 50 %. Der September kommt dann auf 42 % Risiko und einen Ausweichtag. Dieser eine Tag — als Option mit Crew und Technik geblockt — ist die Zahl, die ins Angebot geht.
Wetter-Risiko nach Stadt
Regentage, Risikotabellen und der beste Außendreh-Monat für 41 Drehorte. Jede andere Stadt mit Klimadaten funktioniert im Werkzeug oben.
- Amsterdam
- Athen
- Barcelona
- Berlin
- Budapest
- Dresden
- Dubai
- Dublin
- Düsseldorf
- Frankfurt am Main
- Hamburg
- Hannover
- Istanbul
- Kapstadt
- Köln
- Kopenhagen
- Leipzig
- Lissabon
- London
- Los Angeles
- Madrid
- Mailand
- Marrakesch
- Mexiko-Stadt
- München
- New York
- Nürnberg
- Oslo
- Paris
- Potsdam
- Prag
- Reykjavík
- Rom
- Stockholm
- Stuttgart
- Sydney
- Tokio
- Toronto
- Vancouver
- Wien
- Zürich
Häufige Fragen
Was zählt als Regentag?
Ein Tag mit mindestens 1 mm Niederschlag in den täglichen ERA5-Daten, je Monat gemittelt über 2015–2024. Tage mit ein paar Tropfen unter 1 mm zählen nicht.
Wie viele Ausweichtage sollte ich einplanen?
So viele, wie das Werkzeug für die gewünschte Sicherheit zeigt. Für die meisten deutschen Städte und drei bis fünf Außendrehtage sind das bei 90 % zwei bis vier. Kurze Blöcke in trockenen Monaten kommen oft mit einem aus.
Warum ist das Risiko selbst im Sommer so hoch?
Weil 1 mm eine niedrige Schwelle ist und Sommerschauer in Mitteleuropa häufig sind. Viele dieser Tage sind eine Stunde nass, nicht den ganzen Tag — genau dafür gibt es den Regler für den Anteil, der wirklich stoppt.
Kann ich statt eines Monats konkrete Drehtage eingeben?
Ja. Auf „Drehtermin“ umschalten, den ersten Außendrehtag und die Zahl aufeinanderfolgender Tage eintragen. Geht der Block in den nächsten Monat, rechnet jeder Tag mit der Regenhäufigkeit seines Monats.
Warum fehlt mein Ort?
Klimadaten liegen für 284 Städte vor. Für einen Ort dazwischen die nächste Stadt mit ähnlicher Lage wählen — Küste mit Küste, Tal mit Tal.