Setkeeper vs. TillyBoard im Vergleich
Produktionsmanagement mit Fokus auf Dispositionen, Kontakte und Set-Logistik. Hier steht nebeneinander, was Setkeeper und TillyBoard laut eigener Dokumentation können und kosten — mit Quelle und Datum — und für wen sich welches Werkzeug lohnt.
Wofür Setkeeper gemacht ist
Produktionsmanagement mit Fokus auf Dispositionen, Kontakte und Set-Logistik.
Setkeeper richtet sich an Produktionskoordination, Produktionsfirmen und Studios im High-End-Film und -TV, mit Fokus auf sicherem Dokumentenversand und dem Schutz geistigen Eigentums. Es gehört zur Produktfamilie von Revolution Entertainment.
Produktionsmanagement-Systeme wollen die eine Wahrheit für die ganze Crew sein. Das funktioniert, solange alle Gewerke tatsächlich darin arbeiten — und kippt, sobald Regie und Kamera parallel eine eigene Tabelle führen. Vor der Auswahl lohnt deshalb die Frage, wer im Team das System täglich öffnet und wer nur ein PDF daraus bekommt.
Setkeeper und TillyBoard: Funktionen im Vergleich
Die Tabelle hält nur fest, was beide Anbieter auf ihren eigenen Seiten dokumentieren — „Keine Angabe" heißt, dass wir es dort nicht belegen konnten, nicht, dass es fehlt.
| Funktion | Setkeeper | TillyBoard |
|---|---|---|
| Shotlist | Keine Angabe | Ja — Laufzeit je Segment |
| Storyboard-Frames | Keine Angabe | Ja — KI-Vorschaubild je Einstellung |
| KI-generierte Bilder | Keine Angabe | Ja — 10–400 Bilder/Monat je Tarif |
| Moodboard / Konzept-Board | Keine Angabe | Ja — Konzept-Canvas |
| Drehbuch schreiben | Keine Angabe — Drehbücher werden importiert | Nein — Treatment-Dokument, kein Drehbuch-Editor |
| Drehbuch-Auflösung (Breakdown) | Teilweise — Szenen, Sets, Figuren für Sides | Nein — Shots entstehen aus Briefing und Konzept |
| Drehplan | Keine Angabe — Sides in Drehreihenfolge | Ja — Tagesplan mit Tageslicht und Wetter |
| Callsheet / Disposition | Teilweise — Versand mit Wasserzeichen und Tracking | Ja — Crew bestätigt per Link, ohne Konto |
| Budget | Keine Angabe — separate Revolution-Produkte | Teilweise — nur im Enterprise-Tarif |
| Video-Review & Freigabe | Keine Angabe | Ja — framegenaue Notizen, Versionen |
| Mobile App | Keine Angabe — Updates per SMS mit sicheren Links | Ja — iPhone, iPad, Apple Watch |
| Kostenloser Tarif | Keine Angabe — kostenlose Testphase angeboten | Ja — 1 Projekt, 1 GB, ohne Karte |
Stand: Oktober 2026. Quelle: setkeeper.com · TillyBoard: tillyboard.com
Was kostet Setkeeper? Preise im Vergleich
Setkeeper bepreist nach Produktionsbudget, nicht nach Nutzern; ob ein Preis einmalig je Produktion oder wiederkehrend gilt, sagt die Preisseite nicht, Onboarding und Support sind für die Dauer der Produktion enthalten.
TillyBoard rechnet je Workspace ab, nicht je Person: Im Studio-Tarif arbeiten bis zu 25 Mitglieder ohne Aufpreis, Crew und Kunden bestätigen und kommentieren per Link ohne eigenes Konto. Alle TillyBoard-Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.
| Anbieter · Tarif | Preis | Umfang |
|---|---|---|
| Setkeeper Starter | ab 1.500 $ | Produktionsbudget 1–6 Mio. $ |
| Setkeeper Premium | ab 3.500 $ | Produktionsbudget 7–20 Mio. $ |
| Setkeeper Pro | ab 5.000 $ | angegeben für Budget unter 20 Mio. $ |
| Setkeeper Blockbuster | auf Anfrage | Produktionsbudget über 20 Mio. $ |
| TillyBoard Free | 0 € | 1 Projekt, 1 GB, 10 KI-Bilder/Monat |
| TillyBoard Creator | 22 €/Monat (19 € bei jährlicher Zahlung) | unbegrenzte Projekte, 100 GB |
| TillyBoard Studio | 39 €/Monat (35 € bei jährlicher Zahlung) | 25 Workspace-Mitglieder, unbegrenzte Projekte |
| TillyBoard Team | 109 €/Monat (99 € bei jährlicher Zahlung) | unbegrenzte Mitglieder, Exporte mit eigenem Branding |
Stand: Oktober 2026. Preise ändern sich — maßgeblich ist die Preisseite des Anbieters: setkeeper.com/pricing
Gibt es Setkeeper kostenlos? Free Plan und Testphase
Setkeeper bietet eine kostenlose Testphase an, nennt aber keine Dauer; einen dauerhaften Gratis-Tarif erwähnt die Seite nicht. TillyBoard hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif für ein Projekt.
TillyBoard hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif ohne Kreditkarte: ein eigenes Projekt, 1 GB Speicher, Tilly AI im Standardkontingent und 10 KI-Bilder im Monat. Das reicht, um einen echten Job einmal komplett vom Briefing bis zur Disposition durchzuplanen, bevor man über einen bezahlten Tarif entscheidet.
Für wen Setkeeper die bessere Wahl ist
Ehrlich eingeordnet — hier spricht mehr für Setkeeper:
- High-End-Film und -TV, bei denen Leaks ein echtes Risiko sind: forensische Barcodes, Pflicht-Wasserzeichen, widerrufbarer Zugriff
- Produktionsbüros, die Script Sides erstellen und mit der Disposition zu einem PDF zusammenführen
- Koordination, die Öffnungen und Downloads je Empfänger nachverfolgt
Für wen TillyBoard die bessere Wahl ist
Und hier spricht mehr für TillyBoard:
- Werbe-, Corporate- und Social-Jobs mit Budgets weit unter der Million, bei der Setkeepers Stufen beginnen
- Teams, die die Disposition aus dem Plan erzeugen und nicht nur verteilen wollen
- Die Planung vor dem Versand: Konzept, Shotlist, Vorschaubilder, Drehplan
Wo TillyBoard anders ansetzt
TillyBoard erzeugt die Disposition als Nebenprodukt des Drehplans statt als zu pflegendes Dokument.
Aus einem Briefing entsteht eine drehfertige Planung: Shotlist, Storyboard, Drehplan und Disposition, die miteinander verbunden bleiben. Ändert sich eine Einstellung, ziehen Drehplan, Disposition und Packliste nach.
Setkeeper Erfahrungen: worauf es im Alltag ankommt
Keine Sternebewertung, sondern die Punkte, die sich aus Zuschnitt, Preismodell und Dokumentation von Setkeeper ergeben und im Produktionsalltag den Unterschied machen:
- Die Preise folgen dem Produktionsbudget — planbar für lange Formate, überdimensioniert für kleine Jobs.
- Sicherheit ist der Kern: 2FA, SSO mit Okta, Google oder Azure AD, eingebrannte Wasserzeichen und Download-Sperre für PDFs.
- Setkeeper verteilt und verfolgt Dispositionen; das Erstellen ist nicht dokumentiert, die Drehplanung liegt im separaten Produkt ProCal.
Von Setkeeper zu TillyBoard wechseln
Einen Direktimport aus Setkeeper gibt es in TillyBoard nicht. Der Umstieg läuft über einen Export und einen neuen Plan — am besten zwischen zwei Jobs, nicht mitten in einer Produktion:
- Das Archiv der Wasserzeichen-PDFs aus Setkeeper behalten; umzuwandeln gibt es nichts.
- Kostenloses TillyBoard-Konto anlegen (ohne Karte) und ein Projekt für den nächsten Job erstellen.
- Die Shotlist aufbauen — Tilly AI entwirft sie aus dem Briefing — und Besetzung, Crew-Kontakte und Motive einmal anlegen.
- Die Drehtage ordnen; die Disposition übernimmt Zeiten, Motive, Besetzung und Crew direkt aus dem Plan.
- Die Disposition aus TillyBoard verschicken; Besetzung und Crew bestätigen per Link, ohne Konto.
Häufige Fragen
Ist TillyBoard ein Ersatz für Setkeeper?
Das hängt davon ab, wofür du Setkeeper einsetzt. TillyBoard erzeugt die Disposition als Nebenprodukt des Drehplans statt als zu pflegendes Dokument.
Was kostet Setkeeper?
Setkeeper bepreist nach Produktionsbudget: ab 1.500 $ bei 1–6 Millionen, ab 3.500 $ bei 7–20 Millionen, ab 5.000 $ für Pro und auf Anfrage über 20 Millionen. TillyBoard startet kostenlos; Creator kostet 22 € im Monat, zzgl. MwSt.
Gibt es Setkeeper kostenlos?
Setkeeper bietet eine kostenlose Testphase an, nennt aber keine Dauer; einen dauerhaften Gratis-Tarif erwähnt die Seite nicht. TillyBoard hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif für ein Projekt.
Kann ich meine Daten aus Setkeeper zu TillyBoard mitnehmen?
Setkeeper gibt Wasserzeichen-PDFs aus — Sides, Drehbücher, Dispositionen — dazu Verteilung über Google Drive und eine REST-API. TillyBoard hat dafür keinen Import; Dispositionen entstehen in TillyBoard aus dem Drehplan, statt hochgeladen zu werden.
Versieht TillyBoard Dokumente mit Wasserzeichen wie Setkeeper?
Forensische oder verpflichtende Wasserzeichen sind für TillyBoard nicht dokumentiert; eigenes Branding auf Exporten gibt es ab dem Team-Tarif, White Label als Enterprise-Zusatz. Für leak-sensible High-End-Produktionen bleiben Setkeepers Sicherheitsfunktionen die stärkere Wahl.