Förder-Rechner

Wie viel vom Budget kommt zurück?

Programm wählen, Budget und Ausgaben im Land eintragen — und sehen, was nach Schwellen, Bemessungsgrenzen und Deckel ausgezahlt wird, mit der Quelle neben jeder Zahl.

Beispiel: Eine Produktion mit 3,00 Mio. € Budget und 1,80 Mio. € Ausgaben in Deutschland bekommt aus DFFF I (Deutscher Filmförderfonds) etwa 459.000 € — 15,3 % des Budgets. Eigene Zahlen eintragen.
* zuletzt nicht erneut geprüft
3,00 Mio. €
Teil der Landesausgaben, den das Programm anerkennt
Für Aufschläge oder Boni ändern
Förderung
459.000 €
Nettokosten
2,54 Mio. €
Anteil am Budget
15,3 %
Anteil an Landesausgaben
25,5 %
DFFF I (Deutscher Filmförderfonds) · Deutschland

Bis zu 30 % der deutschen Herstellungskosten, Bemessungsgrundlage höchstens 80 % der Gesamtkosten, Zuschuss höchstens 5 Mio. € je Film. Gesamtkosten mind. 1 Mio. € (Doku 200.000 €, Animation 2 Mio. €); deutsche Kosten mind. 25 % des Budgets (über 20 Mio. €: 20 %).

Kinofilm-Zuschuss des Bundes für Produzenten (DFFF I): 30 % der anerkannten deutschen Herstellungskosten, automatisch bei erfüllten Voraussetzungen (Kinoauswertung, Eigenschaftstest). Antrag spätestens sechs Wochen vor Drehbeginn bei der FFA.

Quelle: FFA — DFFF-Richtlinie 2026, §§ 8, 12, 16

Den Dreh in TillyBoard planen

Läuft in deinem Browser. Nur eine Schätzung — maßgeblich ist der Bescheid der Förderstelle.

Was das Werkzeug beantwortet

Der beworbene Fördersatz ist die am wenigsten hilfreiche Zahl in der Filmfinanzierung. 30 % wovon? Ein Programm zahlt einen Prozentsatz der förderfähigen Ausgaben im Land — ein Teil dessen, was du dort ausgibst, das wiederum ein Teil des Budgets ist. Danach entscheiden Deckel, Mindestbudget und Mindestausgaben, ob überhaupt etwas fließt. Die Treppen-Grafik geht diese Schritte mit deinen Zahlen durch.

Jede Programmkarte nennt die Bedingungen in Klartext, die offizielle Quelle und das Datum unserer letzten Prüfung. Programme, die wir zuletzt nicht erneut prüfen konnten, sind markiert — ihre Zahlen können veraltet sein. Der Reiter Vergleich stellt bis zu drei Programme mit demselben Budget nebeneinander. So sieht man am schnellsten, ob sich drei Drehwochen jenseits der Grenze die Logistik wert sind.

So rechnen wir

Ausgaben im Land × förderfähiger Anteil ergibt die förderfähigen Ausgaben. Begrenzt ein Programm die Bemessungsgrundlage auf einen Teil des Gesamtbudgets — DFFF, Section 481, die britische Steuergutschrift, Tschechien, Griechenland —, greift diese Grenze als Nächstes. Der Satz (oder die Staffel, etwa in Spanien) ergibt den Rohbetrag, der Deckel je Projekt die Auszahlung. Deckel in anderen Währungen rechnen wir zu einem Näherungskurs vom Oktober 2026 um.

Die größte Annahme ist der förderfähige Anteil. Programme schließen Unterschiedliches aus — Above-the-line-Gagen über einer Grenze, Rechte, allgemeine Vorkosten, ausländische Crew, Finanzierungskosten —, deshalb ist der Standardwert je Programm ein typischer Wert, keine Regel. Hat die Herstellungsleitung die förderfähigen Kosten sauber aufgeteilt, gehört dieser Wert ins Feld.

förderfähig = Ausgaben im Land × förderfähiger Anteil Bemessungsgrundlage = min(förderfähig, Budget × Bemessungsgrenze) Betrag = Grundlage × Satz (oder Stufe für Stufe) Auszahlung = min(Betrag, Deckel) — nur wenn Mindestbudget, Mindestausgaben und Mindestanteil erfüllt sind

Wo das Werkzeug irrt

  • Auswahlverfahren. Frankreichs TRIP vergibt nach Punktetest, die Niederlande in Runden, Polen zahlt, bis der Jahrestopf leer ist. Das Werkzeug zeigt, was du bei einer Zusage bekämst — nicht, ob sie kommt.
  • Aufschläge und Boni. Österreichs Green Bonus (5 %), Frankreichs VFX-Satz (40 %), Neuseelands Uplift (5 %) und Kaliforniens Zuschläge außerhalb der Studio-Zone sind nicht eingerechnet — wer sie erfüllt, ändert das Feld „Satz“.
  • Lohnbezogene Credits. British Columbia zahlt auf Löhne in BC, nicht auf alle Ausgaben. Der niedrige Standardanteil bildet das ab, entscheidend ist aber dein tatsächlicher Lohnanteil.
  • Tax Shelter und Steuergutschriften. Der belgische Tax Shelter ist Investorengeld, sein Nettowert hängt vom Deal ab. Britische und irische Credits laufen über die Körperschaftsteuer einer lokalen Firma. Das Werkzeug behandelt alles als einen Geldbetrag.
  • Kombination. Ob zwei Programme zusammenpassen (eine deutsche und eine österreichische Förderung bei einer Koproduktion, Bund und Land), regeln die einzelnen Richtlinien und die Beihilfe-Obergrenzen. Das Werkzeug rechnet jedes Programm für sich.

Aus einem Finanzierungsplan

Ein Kinofilm mit 2,5 Mio. € Budget, 70 % davon in Deutschland, 30 % in Österreich ausgegeben. DFFF I: 1,75 Mio. € deutsche Kosten, 85 % förderfähig, 30 % — etwa 446.000 €; der deutsche Anteil liegt deutlich über den geforderten 25 %. FISA+ auf die österreichischen 750.000 € bei 90 % förderfähig und 30 %: etwa 202.500 €. Zusammen rund 26 % des Budgets — vorausgesetzt, beide Programme nehmen das Projekt an und die Kombination ist zulässig; bei einer offiziellen Koproduktion beantragt jede Seite im eigenen Land.

Derselbe Film mit 900.000 € Budget bekommt aus dem DFFF I nichts: Das Mindestbudget für einen Spielfilm liegt bei 1 Mio. €. Genau solche Schwellen sollte man finden, bevor das Budget steht — nicht nach dem Antrag.

Häufige Fragen

Wie viel zahlt der Deutsche Filmförderfonds (DFFF)?

Der DFFF I zahlt bis zu 30 % der anerkannten deutschen Herstellungskosten, höchstens 5 Mio. € je Film; als Grundlage zählen höchstens 80 % des Gesamtbudgets. Spielfilme brauchen mindestens 1 Mio. € Budget, davon mindestens 25 % in Deutschland ausgegeben. Der DFFF II für Dienstleistungsproduktionen setzt 20 Mio. € Budget und 8 Mio. € deutsche Kosten voraus und zahlt bis zu 25 Mio. €.

Was unterscheidet Cash Rebate und Steuergutschrift?

Ein Cash Rebate zahlt ein Fonds oder eine Behörde aus, sobald die Ausgaben geprüft sind. Eine Steuergutschrift mindert die Steuerlast einer lokalen Produktionsfirma und wird meist ausgezahlt, wenn sie die Steuer übersteigt — wirtschaftlich ähnlich, aber nur mit lokaler Firma und im Takt des Steuerjahres.

Welches Land zahlt am meisten?

Nach beworbenem Satz führen in Europa die Kanaren (54 % auf die erste Million), Griechenland, Italien und Malta (40 %). Gemessen am Gesamtbudget entscheiden aber Deckel, Bemessungsgrenzen und der Anteil, den du tatsächlich vor Ort ausgeben kannst — dafür den Vergleich mit eigenen Zahlen nutzen.

Wann kommt das Geld?

Meist erst nach der Prüfung der Ausgaben — Wochen bis viele Monate nach Fertigstellung. Produktionen finanzieren die Förderung deshalb meist mit einer Bank oder einem Gap-Financier gegen den Bescheid vor; Zinsen und Gebühren dafür deckt die Förderung nicht.

Sind die Zahlen aktuell?

Programme mit grünem Hinweis haben wir im angegebenen Monat gegen die offizielle Quelle geprüft. Mit * markierte Programme wurden zuletzt nicht erneut geprüft. Die Regeln ändern sich mit jedem Haushaltsjahr; maßgeblich ist immer die aktuelle Richtlinie der Förderstelle.