Timecode & Framerate

Timecode rechnen, ohne an den Fingern abzuzählen

Timecodes so eintippen, wie sie in der Timeline stehen — Summen, Differenzen, Bildversätze — und sehen, was aus einem Clip in einer anderen Bildrate wird.

Ergebnis: 01:11:58:05 — 107.955 Bilder bei 25 fps. Eigene Timecodes ins Feld schreiben.
Ein Wert je Zeile oder + - * / in einer Zeile. Einheiten: f Bilder, s, m, h. Semikolon = Drop-Frame.
Zählweise
Timecode
—
Bilder
—
Echtzeit
—
Timecode-Sekunden
—
35 mm Fuß+Bild
—
16 mm Fuß+Bild
—

Zeile für Zeile

    Gemerkte Ergebnisse

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      Was das Werkzeug beantwortet

      Schnittlisten, Aktlängen für einen Sendeplatz, die Dauer zwischen zwei Markern, die Länge einer Rolle in Fuß: Alles ist Timecode-Rechnung, und alles geht an denselben zwei Stellen schief — bei den Frame-Stellen, die nicht bei 100 überlaufen, und bei den Bildnummern, die Drop-Frame überspringt. Der Reiter Rechnen liest eine ganze Spalte auf einmal: ein Wert je Zeile zum Aufsummieren oder + - * / innerhalb einer Zeile. Jede Zeile zeigt ihre Zwischensumme, ein Tippfehler fällt so sofort auf.

      Der Reiter Bildrate umrechnen beantwortet die zweite Alltagsfrage: Material mit 25 fps kommt in eine 23,976-Timeline — wird der Clip länger, um wie viel, und was passiert mit dem Ton? Unter den Zahlen zeigt das Werkzeug, welches Quellbild in welchem Zielbild landet.

      So rechnen wir

      Intern ist alles eine Bildzahl. Ein Non-Drop-Timecode bei 25 fps ist schlicht Stunden × 90.000 + Minuten × 1.500 + Sekunden × 25 + Frames. NTSC-Raten laufen mit 30000/1001 Bildern pro Sekunde; ein Timecode, der 30 Nummern je Sekunde zählt, hinkt der Uhr deshalb 3,6 Sekunden pro Stunde hinterher. Drop-Frame korrigiert die Nummern, nicht die Bilder: Es überspringt die Bildnummern ;00 und ;01 zu Beginn jeder Minute außer jeder zehnten. Eine Stunde 29,97 DF hat deshalb 107.892 Bilder und endet fast genau auf Uhrzeit.

      Konformieren behält jedes Bild und ändert nur das Abspieltempo: Der Faktor ist Zielrate ÷ Quellrate, die Tonhöhe verschiebt sich um 12 × log₂(Faktor) Halbtöne, wenn der Ton mit dem Bild beschleunigt wird. Wandeln behält die Dauer und ordnet jedem Zielbild das Quellbild zu, das in diesem Moment zu sehen ist — also mit wiederholten oder ausgelassenen Bildern.

      Bilder (DF 29,97) = (h×3600 + m×60 + s) × 30 + f − 2 × (Minuten gesamt − ⌊Minuten gesamt ÷ 10⌋) Echtzeit (s) = Bilder ÷ (30000/1001) Tonhöhe (Halbtöne) = 12 × log₂(Ziel-fps ÷ Quell-fps)

      Wo das Werkzeug irrt

      • Interlaced-Material. Das Werkzeug zählt Bilder. Bei 50i oder 59,94i sind Halbbildfolge und 2:3-Pulldown von Halbbildern Sache des Schnittsystems oder eines Normwandlers; die Kadenz-Vorschau zeigt Vollbilder.
      • Timecode ist eine Beschriftung. Eine Kamera mit Free-Run-Timecode oder ein Rekorder, der gegen eine driftende Uhr gejammt wurde, hat Lücken und Sprünge, die keine Rechnung sieht. Dauern aus dem Schnitt summieren, nicht aus den Kamera-Timecodes.
      • Tonhöhe ist der Rohwert. Die meisten Schnitt- und Tonsysteme konformieren mit Tonhöhenkorrektur; der Halbtonwert ist das, was man ohne sie hört.
      • Nackte Zahlen. Eine Zahl ohne Einheit nach + oder − zählt als Bilder, nach × oder ÷ als Faktor. Wer Sekunden meint, schreibt 2s.

      Aus dem Schnitt

      Eine 52-minütige Doku ist für einen deutschen Sender in 25 fps geschnitten: 78.000 Bilder. Ein US-Vertrieb will eine 23,976-Fassung. Konformiert bleibt jedes Bild erhalten, der Film läuft 54:13 — 4,1 % langsamer, die Stimmen 72 Cent tiefer, rund ein Dreiviertel-Halbton, den das Publikum bei Musik und Sprecher hört. Gewandelt bleibt er bei 52:00, dafür fällt eins von 25 Quellbildern weg, und Schwenks beginnen zu ruckeln.

      Der übliche Weg ist ein Konform mit Tonhöhenkorrektur auf den Stems und ein Abgleich der neuen Laufzeit mit dem Sendeplatz, bevor jemand die Mischung bucht. Das Werkzeug zeigt beide Zahlen in einer Ansicht, dazu die Bildzahl, nach der das Mischstudio fragen wird.

      Häufige Fragen

      Wann brauche ich Drop-Frame-Timecode?

      Wenn die Bildrate 29,97 oder 59,94 ist und die Dauer zur Uhr passen muss — Sendungen in NTSC-Ländern, lange Aufzeichnungen, alles mit festem Sendeplatz. Bei 23,976 gibt es kein Drop-Frame; bei 25, 50, 24 oder 30 ist es nicht nötig, weil die Raten ganze Zahlen sind.

      Warum zeigt meine 29,97-Timeline eine andere Länge als die Stoppuhr?

      Mit Non-Drop-Timecode zählen die Nummern 30 je Sekunde, die Bilder laufen aber mit 29,97: Eine Stunde NDF-Timecode dauert in Echtzeit 3,6 Sekunden länger. Auf Drop-Frame umstellen oder im Werkzeug die Echtzeit ablesen.

      Wie ziehe ich zwei Timecodes voneinander ab, um eine Dauer zu bekommen?

      In eine Zeile mit Minus schreiben, z. B. „01:12:30:10 - 01:02:11:20“. Für eine Dauer inklusive In- und Out-Bild „+ 1f“ anhängen.

      Was ändert sich, wenn ich 24 fps auf 25 fps konformiere?

      Alles läuft 4,17 % schneller, und der Film wird um denselben Anteil kürzer — aus 100 Minuten Spielfilm werden 96. Mitbeschleunigter Ton steigt um etwa 0,7 Halbtöne, wenn die Tonhöhe nicht korrigiert wird.

      Wie viele Bilder hat ein Fuß Film?

      35 mm 4-Perf hat 16 Bilder je Fuß, 16 mm 40. Das Werkzeug zeigt Fuß+Bild für beide neben jedem Ergebnis.